Hotel­bau-Guide

Pflegeleichte Oberflächen im Hotel

Hotelbau-Guide
  • 13.10.2026
Themen
Lesezeit
  • ca. 12 Min.

Pflegeleichte Oberflächen im Hotel

Pflegeleichte Oberflächen lassen sich im Hotelalltag schnell reinigen, halten den täglichen Anforderungen stand und bleiben bis zur nächsten Hotel-Renovierung langlebig. Damit gehören sie zu den wichtigsten Kriterien bei der Hoteleinrichtung: Sie sparen im Housekeeping wertvolle Zeit und Ressourcen und verlängern die Nutzungsdauer der Hotelmöbel. Dem gegenüber steht oft der Wunsch nach einem einzigartigen, vielleicht sogar mutigen Interior Design. Dass sich beides verbinden lässt, zeigen wir in diesem Hotelbau-Guide – mit Materialvergleich, Tipps für die einzelnen Hotelbereiche und Beispielen aus unseren Projekten.

Warum sind pflegeleichte Oberflächen im Hotel wichtig?

3 Gründe für pflegeleichte Oberflächen

Pflegeleichte Oberflächen sparen im Housekeeping Zeit, halten der täglichen Beanspruchung im Hotel stand und verlängern die Nutzungsdauer der Einrichtung. Ob im Hotelzimmer, im Bad oder im Restaurant – so wirkt das Interior Design auch nach Jahren noch gepflegt, und die Investition zahlt sich länger aus.

Phase 01

Schnelle Reinigung: weniger Aufwand, mehr Hygiene

Pflegeleichte Oberflächen machen die Reinigung im Hotel deutlich effizienter. Besonders bei Hotelketten und Häusern mit vielen Zimmern zahlt sich das aus, denn hier wirkt sich jede eingesparte Minute in Summe spürbar auf die Personalkosten aus. Gleichzeitig entlastet eine pflegeleichte Einrichtung das Housekeeping-Team – gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte knapp sind. Glatte, geschlossene Oberflächen mit möglichst wenigen Fugen sind in kurzer Zeit gründlich gereinigt. Oftmals reichen dafür weniger und mildere Reinigungsmittel aus. Das schont nicht nur das Budget, sondern auch die Oberflächen selbst. Seit Corona hat zudem das Thema Hygiene nochmals an Bedeutung gewonnen: Gefragt sind Oberflächen, die sich schnell und unkompliziert desinfizieren lassen – allen voran im Hotelbad.

Phase 02

Robustheit: gemacht für den Hotelalltag

Koffer, die an Möbelkanten stoßen, Stühle, die täglich verschoben werden, Feuchtigkeit im Bad und Flecken auf Polstern – im Hotel müssen Oberflächen deutlich mehr aushalten als im Wohnbereich. Kratzfeste, feuchtigkeitsbeständige und schmutzabweisende Materialien zeigen hier deutlich weniger Gebrauchsspuren. Dazu gehören beispielsweise lackierte Oberflächen auf Schreibtischen oder Polsterstoffe mit Fleckschutz und hohen Scheuertouren. Selbst Tapeten gibt es in abwaschbarer Ausführung, wie hinter dem Frühstücksbuffet im Essential by Dorint Interlaken. So bleibt der Charakter des Interior Designs über viele Jahre erhalten.

Phase 03

Langlebigkeit: eine Investition mit Weitblick

Je seltener Oberflächen ausgebessert oder ausgetauscht werden müssen, desto länger hält die Einrichtung bis zum nächsten Renovierungszyklus – und desto höher ist der Return on Investment für den Hotelier. Gleichzeitig ist Langlebigkeit gelebte Nachhaltigkeit. Das Thema beschäftigt Hoteliers zunehmend, muss in der Praxis aber häufig mit dem Budget abgewogen werden. Hochwertige, robuste Materialien verbinden beides. Angesichts steigender Rohstoffpreise und begrenzter Verfügbarkeiten wird dieser Aspekt in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen.

Welche Materialien sind für Hotelmöbel geeignet?

Materialien für Hotelmöbel im Vergleich

Pflegeleicht sind im Hotel vor allem Möbeloberflächen, die möglichst glatt und geschlossen sind, sowie Polsterstoffe mit besonderem Fleckschutz. Gleiches gilt für Böden und Wände: Je robuster die Oberfläche und je weniger Fugen, desto geringer der Aufwand im Alltag. Welches Material am besten passt, hängt jedoch vom Einsatzbereich ab – ein Waschtisch im Hotelbad muss andere Anforderungen erfüllen als die Wand im Hotelflur oder die Sitzbank im Restaurant. Die folgende Übersicht zeigt, wo die einzelnen Materialien ihre Stärken ausspielen.

Möbel und Waschtische

Eigenschaften
Pflegeaufwand
Einsatzbereich
Echtholz-furnier lackiert
warme Haptik, hohe Wertigkeit gering Möbelfronten, Bettkopfteile, Schreibtische
Echtholz-furnier geölt
natürliche Optik, angenehme Haptik mittel dekorative Möbel, weniger stark beanspruchte Flächen
Lackierte Oberflächen
große Farbauswahl, glatte Oberfläche, abwischbar gering Möbelfronten z.B. von Einbaumöbeln, Kitchenettes
Massivholz
sehr hochwertig, kann je nach Oberflächen­behandlung abgeschliffen und aufgearbeitet werden mittel Tische, Sitzbänke
Naturstein

edle Optik, langlebig, Eignung je nach Gesteinsart unterschiedlich

mittel

Waschtische, Buffetmöbel

Mineralwerkstoff

fugenlos, hygienisch

gering Waschtische, Rezeptionstheken
HPL
robust, stoß- und kratzfest gering Schreibtische, Kitchenettes
Keramik / Feinsteinzeug
kratzfest, hitzebeständig, unempfindlich gegen Flecken gering Tischplatten, Waschtische
Altholz
rustikaler Charme, jedes Stück ein Unikat, raue Oberfläche, Risse und Fugen hoch dekorative Wandverkleidungen
Wandverkleidungen mit Altholz
Empfangstheke in der Spa Lounge
Ausstattung der Serviced Apartments mit Küchenzeile
Hotelbad mit Grossformatfliesen

    Böden

    Eigenschaften
    Pflegeaufwand
    Einsatzbereich
    Teppich
    schalldämpfend, wohnlich mittel Hotelzimmer, Flure
    Vinyl-/
    Designboden
    robust, leicht zu reinigen, Holz- und Steinoptiken möglich gering Flure, Hotelzimmer, Restaurant, öffentliche Bereiche
    Parkett
    natürliche Optik, lackiert oder geölt möglich mittel Hotelzimmer, Suiten, öffentliche Bereiche
    Fliesen / Feinsteinzeug
    wasserfest, hygienisch, Rutschhemmung beachten gering Hotelbad, Wellnessbereich, Lobby, Restaurant
    Naturstein

    edel, langlebig

    mittel

    öffentliche Bereiche wie Lobby

    Teppich im Restaurant
    Lobby Hotel am Schloss
    Hotelzimmer Interior Design von Appia
    Wien Das Triest Radisson Blu Hotel Zimmer - Bett

      Wände und Decken

      Eigenschaften
      Pflegeaufwand
      Einsatzbereich
      Vinyl-Tapete
      abwaschbar, große Motiv- und Farbauswahl, eigene Motive möglich gering Hotelzimmer, Flure, öffentliche Bereiche
      gestrichene Wände
      mit scheuerbeständiger Farbe (Nassabriebklasse 1 oder 2) abwaschbar gering bis mittel alle Bereiche
      Fliesen
      wasserfest, hygienisch gering Hotelbad, Wellness
      Sichtbeton
      puristische Optik, sollte imprägniert werden gering bis mittel öffentliche Bereiche, Hotelzimmer
      Akustikelemente (Holzlamelle, Filz)

      verbessern die Raumakustik

      mittel

      Restaurant, Lobby, Tagungsräume

      Spiegel / Glas
      lässt Räume großzügiger wirken, Fingerabdrücke sichtbar gering bis mittel Hotelbad, Lobby, Wellness, Fitness
      Kollerschlag Loxone Campus Suite mit großem Bett
      Prinzess-Zimmer Churfürstenhof Bad Birnbach zeigt großes Doppelbett dekorative florale Wandtapete und bequemen Sessel
      Frühstücksbuffet im Essential by Dorint Interlaken
      Hotelzimmer Inneneinrichtung mit Doppelbett, Recamiere und Beistelltisch

        Polster und Textilien

        Eigenschaften
        Pflegeaufwand
        Einsatzbereich
        Objektstoffe mit Fleckschutz
        schmutzabweisend, hohe Scheuertouren, schwer entflammbar mittel Stühle, Sessel, Sitzbänke
        Leder
        edle und natürliche Optik, sehr hochwertig mittel Lounge, Bar, Suite
        Kunstleder
        abwischbar, robust gering Restaurant, Bar
        Bouclé, Cord, Samt
        besondere Haptik, ausdrucksstarke Optik, Objektqualität mit Fleckschutz wählen mittel Akzentmöbel, Lounge
        Innenarchitektur von Lobby & Bar im Triforet Alpin Resort
        Restaurant-Möbel mit Samt und Kunstleder
        Superiorschlafzimmer Hotel am Schloss
        Doppelzimmer im Gasthof Schäfflerwirt Aschheim mit gepolstertem Bettkopfteil in dunklem Grünton integrierter Sitzbank Holzwand und sichtbaren Deckenbalken

          Praxis-Tipp: Pflegeleichte Materialien finden

          Das eine perfekte Material gibt es nicht – entscheidend ist die richtige Kombination. Bewährt hat sich, stark beanspruchte Flächen wie Waschtische, Tischplatten oder Böden mit besonders robusten Oberflächen auszustatten und Materialien mit besonderer Ausstrahlung wie geöltes Holz, Samt oder Altholz gezielt dort einzusetzen, wo sie ihre Wirkung voll entfalten, ohne im Alltag stark beansprucht zu werden. So entsteht ein Interior Design, das Charakter hat und im Hotelbetrieb trotzdem überzeugt.

          Welche Oberflächen eignen sich für welchen Hotelbereich?

          Icon Zimmerausstattung & Möbel
          Hotelzimmer
          Lackiertes Echt­holz­furnier verleiht Schränken, Schreib­tischen und Bett­kopf­teilen eine warme, natürliche Ausstrahlung und ist leicht zu reinigen. Vinyl-Tapeten oder scheuer­beständige Wand­farben machen die Wände alltags­tauglich, Parkett oder Vinyl­boden in Holz­optik sorgen für Wohnlichkeit.
          Hotelbad & Waschtisch
          Im Hotelbad sind feuchtig­keits­beständige Oberflächen gefragt: Fliesen an Wand und Boden, Wasch­tische aus Natur­stein, Mineral­werkstoff, Keramik oder HPL und Glas an der Dusche. Wasserfeste Trägermaterialien sorgen dafür, dass die Badmöbel dauerhaft formstabil bleiben.
          Restaurant & Bar
          Im Restaurant und in der Bar müssen Hotel­stühle dem Hochbetrieb vom Frühstück bis zum Abend standhalten. Objekt­stoffe mit Fleck­schutz, Kunst­leder oder Leder sind dafür ideal – selbst Trend­stoffe wie Bouclé oder Samt gibt es in Objekt­qualität. Massiv­holz­tische bringen Charakter in den Raum, und Möbel mit klaren Formen und wenigen Fugen lassen sich besonders schnell reinigen.
          Wellness & Spa
          Wärme, Feuchtig­keit und Barfuß­bereiche stellen im Wellness­bereich besondere Anforderungen. Rutsch­hemmende Fliesen sorgen für Sicher­heit, und feuch­tigkeits­unempfindliche Bezüge auf Liegen und Daybeds lassen sich schnell abwischen – so gehen Entspannung und Hygiene Hand in Hand.
          Icon Partnerschaft
          Lobby
          Die Lobby ist die Visiten­karte des Hotels – Rezeptions- und Bar­theken werden hier oft zum Eyecatcher. Robuste Arbeits­flächen aus Natur­stein halten dem täglichen Betrieb stand, Wand­verkleidungen aus Altholz oder Sicht­beton setzen besondere Akzente. Akustik­elemente sorgen in offenen Raum­konzepten für eine angenehme Atmosphäre.
          Icon Treppenhaus
          Flure
          In den Fluren fällt die Wahl häufig auf Teppich­boden, denn er sorgt für eine angenehme Akustik. Mit Teppich­fliesen lassen sich einzelne Stellen bei Bedarf austauschen.
          Icon Architektur
          Fitness
          Im Fitness­raum zählen strapazier­fähige Ober­flächen. Robuste Sport­böden, beispiels­weise aus Kautschuk, dämpfen Geräusche und lassen sich leicht reinigen. Abwisch­bare Wände und großzügige Spiegel­flächen halten dem Trainings­alltag stand.

          Wie lassen sich Design und Pflegeleichtigkeit verbinden?

          7 Tipps für pflegeleichtes Hoteldesign

          Ausdrucksstarkes Interior Design und pflegeleichte Oberflächen schließen sich nicht aus – entscheidend ist, die Pflege von Anfang an mitzudenken. Die folgenden sieben Tipps begleiten den gesamten Prozess: von der Planung über die Materialauswahl und Gestaltung bis zur Übergabe an das Hotelteam.
          1. Jedes Material für seinen Einsatzbereich prüfen

          Ob ein Material zum Einsatzbereich passt, zeigen Kennwerte wie Scheuertouren, Brandschutzklasse oder Feuchtigkeitsbeständigkeit. Manche Stoffe und Oberflächen eignen sich beispielsweise eher für dekorative Zwecke wie Vorhänge und Kissen als für stark beanspruchte Sitzflächen von Hotelstühlen. Ebenso wichtig ist, dass die Oberflächen die im Hotel verwendeten Reinigungsmittel vertragen.

          2. Feste Einbauten zeitlos gestalten, Trends mit losem Mobiliar setzen

          Einbaumöbel, Wandverkleidungen und Bäder bleiben meist bis zur nächsten Renovierung unverändert – hier zahlen sich ein zeitloses Design und besonders pflegeleichte Oberflächen aus. Trends und anspruchsvollere Materialien finden ihren Platz beim losen Mobiliar und bei dekorativen Elementen: Sessel in Bouclé oder Cord, Leuchten in Chromoptik oder Kissen in kräftigen Farben. Sie verleihen dem Raum Charakter und lassen sich später schneller und kostengünstiger austauschen als feste Einbauten.

          3. Auf große Rundungen statt feiner Fugen setzen

          Schmutz sammelt sich vor allem dort, wo das Reinigungstuch nicht hinkommt – in kleinen Ritzen, feinen Fugen und engen Ecken. Klare Formen oder organische Formen mit großzügigen Rundungen lassen sich dagegen mit wenigen Handgriffen reinigen. Ein rundes Waschbecken ist beispielsweise schneller sauber als ein eckiges, eine glatte, geschlossene Oberfläche schneller als eine tief strukturierte.

          4. Oberflächen wählen, die Gebrauchsspuren verzeihen

          Hochglänzende, einfarbige Flächen zeigen jeden Kratzer und jeden Fingerabdruck. Oberflächen mit einer leichten Struktur, mittlere Farbtöne, Melierungen oder lebendige Muster verzeihen kleine Gebrauchsspuren dagegen deutlich mehr – etwa bei Möbelfronten, Polsterstoffen oder Teppichböden im Hotel. Wichtig ist die richtige Balance: Die Struktur sollte so fein sein, dass sie Spuren kaschiert, ohne selbst Schmutz aufzunehmen.

          5. Das Housekeeping früh in die Planung einbinden

          Niemand kennt die Schwachstellen eines Hotelzimmers so gut wie das Housekeeping. Das Team weiß, wo sich Schmutz sammelt, welche Flächen besonders oft gereinigt werden und welche Reinigungsmittel im Einsatz sind. Fließt dieses Wissen schon in die Entwurfsphase ein, lassen sich Oberflächen und Details so planen, dass sie zu den Abläufen und Zeitvorgaben bei der Reinigung der Hotelzimmer passen.

          6. Vorab bemustern und im Praxistest prüfen

          Wie sich ein Material im Hotelalltag bewährt, zeigt sich am besten am Muster. In der großen Musterbibliothek von Appia lassen sich Oberflächen, Stoffe und Materialien direkt nebeneinander vergleichen und prüfen: wie sie sich anfühlen, wie empfindlich sie auf Fingerabdrücke reagieren und wie leicht sie sich mit den Reinigungsmitteln des Hotels säubern lassen. Noch einen Schritt weiter geht ein Musterzimmer, in dem Design, Materialien und Funktionen unter realen Bedingungen getestet werden.

          7. Datenblätter und Pflegeanleitungen dokumentieren

          Die beste Oberfläche nützt wenig, wenn sie falsch gepflegt wird. Werden Datenblätter und Pflegeanleitungen aller Materialien gesammelt und an das Hotelteam übergeben, weiß das Housekeeping genau, welches Reinigungsmittel wofür geeignet ist. Bei Reparaturen oder Nachbestellungen sind Material, Dekor und Hersteller zudem schnell zur Hand.

          Aus der Praxis

          Erfahrungsberichte von Appia

          Pflegeleichte Oberflächen beschäftigen bei Appia gleich mehrere Abteilungen – vom ersten Gespräch mit dem Hotelier über die Planung bis zur Fertigung in der eigenen Schreinerei. Drei Blickwinkel aus dem Appia-Team zeigen, worauf es in der Praxis ankommt.

          Ansprechpartner für Hotelarchitektur

          »In Gesprächen mit Hoteliers spielt die Pflegeleichtigkeit heute eine noch größere Rolle als früher – spätestens seit Corona und durch den Personalmangel im Housekeeping. Besonders bei Hotelketten und Häusern mit vielen Zimmern ist das Thema ein zentrales Kriterium, denn jede Minute, die bei der Reinigung eines Zimmers eingespart wird, wirkt sich in Summe deutlich auf die Personalkosten aus.«

          Key Account Management
          APPIA Contract GmbH

          »Bei der Materialauswahl denken wir immer zwei Perspektiven mit: die des Gastes, der sich wohlfühlen soll, und die des Housekeepings, das die Räume jeden Tag reinigt. Nicht jedes Material, das bei der Bemusterung begeistert, ist für jeden Bereich gemacht. Wünscht sich ein Hotelier ein Material, das unserer Erfahrung nach nicht für stark beanspruchte Flächen geeignet ist, suchen wir gemeinsam nach einer Alternative, die optisch überzeugt und im Alltag deutlich weniger Aufwand macht.«

          Innenarchitektur
          APPIA Contract GmbH
          Ansprechpartner für Hotelarchitektur
          Duale Ausbildung als Schreiner

          »In unserer Schreinerei haben wir über die Jahre feste Regeldetails entwickelt, die sich im Hotelalltag bewährt haben. Für Badmöbel verwenden wir ausschließlich wasserbeständige Trägermaterialien, und Platten- und Kantenstärken sind so festgelegt, dass die Möbel der intensiven Nutzung im Hotel standhalten. Weil wir Oberflächen selbst herstellen, können wir sie genau auf das Design und die Anforderungen des jeweiligen Hauses abstimmen. Und wird doch einmal etwas beschädigt, lassen sich einzelne Elemente schnell austauschen.«

          Möbelfertigung
          APPIA Contract GmbH

          Fazit: Design und Pflegeleichtigkeit gehören im Hotel zusammen

          Ob eine Hoteleinrichtung überzeugt, zeigt sich nicht am Eröffnungstag, sondern nach vielen Jahren im laufenden Betrieb. Bei Appia fließen deshalb schon in der Planung die Erfahrungen aus Innenarchitektur, Innenausbau und eigener Möbelmanufaktur zusammen, damit Design und Pflegeleichtigkeit von Anfang an zusammen gedacht werden. In der großen Musterbibliothek lassen sich Materialien und Oberflächen vorab bemustern und vergleichen, und in der eigenen Schreinerei entstehen individuelle Oberflächen, die genau auf das Design und die Anforderungen des Hotelbetriebs abgestimmt sind. So entstehen Hotels, an denen Gastgeber und Gäste lange Freude haben.

          FAQ – Häufig gestellte Fragen 
          zu pflegeleichte Oberflächen im Hotel

          Welche Oberflächen sind im Hotel besonders pflegeleicht?

          Besonders pflegeleicht sind glatte, geschlossene Oberflächen mit wenigen Fugen – etwa lackiertes Echtholzfurnier, großformatige Fliesen, Mineralwerkstoff oder Vinyl-Tapeten. Bei Polstermöbeln sind Objektstoffe mit Fleckschutz, Kunstleder oder Leder eine gute Wahl. Welches Material am besten passt, hängt immer vom jeweiligen Einsatzbereich ab.

          Welches Material eignet sich für einen Waschtisch im Hotel?

          Für Waschtische im Hotel eignen sich feuchtigkeitsbeständige Materialien wie Mineralwerkstoff, Keramik, HPL oder robuste Natursteine. Mineralwerkstoff lässt sich fugenlos verarbeiten, bei Naturstein sollte die Gesteinsart zum Nassbereich passen – Kalkstein ist hier beispielsweise empfindlich. Runde Becken sind zudem schneller gereinigt als eckige, und wasserfeste Trägermaterialien sorgen dafür, dass der Waschtisch dauerhaft formstabil bleibt. In der hauseigenen Möbelfertigung von Appia werden Badmöbel für Hotels nach Maß angefertigt. Dabei kommen ausschließlich wasserbeständige Trägermaterialien zum Einsatz.

          Welche Stoffe eignen sich für Hotelstühle?

          Für Hotelstühle eignen sich Objektstoffe mit Fleckschutz, hohen Scheuertouren und geprüftem Brandschutz. Auch Kunstleder und Leder sind robust und leicht abzuwischen. Trendstoffe wie Bouclé, Cord oder Samt gibt es ebenfalls in Objektqualität – sie sollten aber gezielt für den jeweiligen Einsatzbereich geprüft werden. Da neben der Pflege auch das Design, eine hochwertige Materialverarbeitung und der Sitzkomfort entscheidend sind, werden bei Appia alle Stühle vorab bemustert.

          Was bedeuten Scheuertouren bei Polsterstoffen?

          Die Scheuertouren geben an, wie abriebfest ein Polsterstoff ist. Gemessen werden sie mit dem Martindale-Verfahren: Der Stoff wird so lange mechanisch gerieben, bis sich erste Verschleißspuren zeigen. Je höher der Wert, desto strapazierfähiger ist der Stoff – im Hotel werden deutlich höhere Werte benötigt als im privaten Wohnbereich. Das Innenarchitektur-Team von Appia prüft deshalb bei jeder Stoffauswahl, ob Scheuertouren und Brandschutz zum geplanten Einsatz passen.

          Welcher Teppichboden eignet sich für Hotels?

          Für Hotels eignet sich Teppichboden in Hotelqualität, der auf eine hohe Beanspruchung ausgelegt ist. Er sorgt in Hotelzimmern und auf Fluren für eine angenehme Akustik und eine wohnliche Atmosphäre. Gemusterte oder melierte Teppiche lassen kleine Flecken optisch in den Hintergrund treten, und bei Teppichfliesen lassen sich einzelne Stellen bei Bedarf austauschen.

          Sind matte oder glänzende Oberflächen im Hotel pflegeleichter?

          Weder sehr matte noch hochglänzende Oberflächen sind im Hotel automatisch pflegeleicht. Auf Hochglanz fallen Kratzer und Fingerabdrücke schnell ins Auge, sehr matte Flächen können ebenfalls Fingerabdrücke zeigen. Oft ist eine Oberfläche mit feiner Struktur der beste Kompromiss – am besten vorab am Muster testen.

          Sind Bouclé und Samt für Hotels geeignet?

          Ja, Bouclé und Samt können auch im Hotel eingesetzt werden, wenn sie in Objektqualität mit Fleckschutz und ausreichenden Scheuertouren ausgeführt sind. Appia beobachtet, dass Materialien wie Bouclé und Cord in der Hotellerie an Bedeutung gewinnen, da sie Räumen Wärme und eine besondere Haptik verleihen. Besonders beliebt sind bei losem Mobiliar wie Sessel oder Akzentmöbel in Lobby und Lounge. So verleihen sie dem Raum eine besondere Haptik und lassen sich bei Bedarf einfacher austauschen als feste Einbauten.

          Wie kann ich ein Hotel designstark und trotzdem pflegeleicht einrichten?

          Entscheidend ist, die Pflege von Anfang an mitzudenken. Feste Einbauten werden zeitlos und besonders pflegeleicht gestaltet, während loses Mobiliar und Deko Raum für Trends und mutige Akzente bieten. Als Design & Build Unternehmen plant Appia Materialien und Oberflächen bereits in der Entwurfsphase so, dass das Design nicht unter Materialeinschränkungen leidet. Ist ein Wunschmaterial nicht geeignet, findet das Appia-Team gemeinsam mit dem Hotelier eine pflegeleichte und langlebige Alternative.

          Wie kann die Hoteleinrichtung die Reinigung der Hotelzimmer erleichtern?

          Pflegeleichte Oberflächen verkürzen die Reinigungszeit pro Hotelzimmer, weil sich glatte Flächen, große Rundungen und wenige Fugen mit wenigen Handgriffen säubern lassen. Gerade bei Häusern mit vielen Zimmern summiert sich diese Zeitersparnis spürbar und erleichtert es, die Zeitvorgaben im Housekeeping einzuhalten. Oft reichen zudem weniger und mildere Reinigungsmittel aus.

          Wer plant und realisiert pflegeleichte Hoteleinrichtungen?

          Die APPIA Contract GmbH aus Dietersburg in Bayern ist ein Design & Build Unternehmen für Hotels in der D-A-CH-Region. Von der Hotelarchitektur über die Innenarchitektur bis zum Innenausbau und zur Ausstattung bietet Appia alle Leistungen aus einer Hand. In der hauseigenen Möbelfertigung entstehen Hotelmöbel, die individuell auf das Design und die Anforderungen des Hotelbetriebs abgestimmt sind – inklusive pflegeleichter und langlebiger Oberflächen.

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